„Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts“ - Søren Aabye Kierkegaard

Newsletter März 2019

Wie viele Neustarts haben Sie in Ihrem Leben schon hingelegt? 

Ich persönlich habe das Zählen bei 10 aufgegeben …
… denn ich habe erkannt, dass das Entscheidende ist nicht, wie viele gravierende Veränderungen ein Leben geprägt haben, sondern wie begegne ich dem freiwilligen oder unfreiwilligen Neubeginn und welche Wirkung bringt die Veränderung mit sich? 

Ganz besonders interessant und wertvoll wird das Nachdenken über diese Fragen, wenn man sein bisheriges Leben als Gesamtkunstwerk untersucht, vielleicht sogar einen roten Faden darin entdeckt.  Brachliegende Ressourcen tauchen auf, brennende Fragen finden Antworten, Zusammenhänge und Muster werden sichtbar, alte Leidenschaften und Kraftquellen wieder lebendig. 

Kleine Geschichte mit großer Wirkung

In meiner Lebensmitte stand ich wieder einmal mitten in einer – sehr positiven – Phase des Neubeginns, die mich ziemlich durcheinander wirbelte. Sie gipfelte darin, dass ich dem Ruf des Jakobsweges folgte, um wieder in Balance zu kommen.
Phantasie und Erwartung waren hoch: Mit wunderbaren Gedichten, ja ganzen Büchern im Kopf werde ich nach Hause zurück zu kehren. Doch es kam ganz anders:
Ich wanderte über Felder, durch Wälder von Herberge zu Herberge, Wind und Wetter trotzend. Irgendwann war alles, was ich zu denken aus der Heimat mitgebracht hatte, fertig gedacht. Der Kopf war leer und nunmehr mit dem beschäftigt, was im Moment war.  

Eines Tages, ganz alleine auf einer Hochebene. Haufenwolken am Sonnenhimmel, links und rechts Felder, nichts sonst und niemand.
Da, plötzlich dieser unerklärliche, innere Impuls, stehen zu bleiben. Ich drehe mich um. Vor mir mein bisheriges Leben – eine kunterbunte Ansammlung von Puzzleteilen. Tolle und missglückte, quälende und glückliche, erwünschte und entbehrliche, große und kleine Teile ordnen sich wie von Meisterhand – plab, plab, plab – einer nach dem anderen zu einem stimmigen, großen Ganzen.
Kraftvoll und befreiend fühlte ich ein JAAA! Alles passte so nahtlos zusammen! Alles war und ist richtig, und wird auch in Zukunft richtig sein!
Nein, der Jakobsweg hatte keine Gedichte für mich vorgesehen sondern diese viel wichtigere, wunderbare Erkenntnis!  

Elfie Rosner

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